Das Leben der Hildegard

 

1098 wird Hildegard als zehntes Kind des Grafen Hildebert und seiner Frau Mechthild von Bermersheim im Rheinland geboren.

1106 wird sie gemüß der herrschenden Tradition als "Zehent" dem Kloster sozusagen als Dank überlassen. Sie kommt unter die Obhut von Jutta von Sponheim.

1136 stirbt Jutta von Sponheim. Hildegard wird von ihren Mitschwestern einstimmig zur neuen Äbtissin gewählt. Sie ist 38 Jahre alt, als sie das schwere Amt antritt.

1141 Sie erhält von Gott den Auftrag, ihre Visionen niederzuschreiben. In ihrer Demut will sie diesen Ruf nicht annehmen und erkrankt wieder einmal schwer. Als sie sich entschließt, ihre Visionen niederzuschreiben, gesundet sie sofort und beginnt mit ihrem ersten großen Werk: "Scivias - Wisse die Wege".

1147 anerkennt Papst Eugen III. während der Synode in Trier ihre Sehergabe als echt.

1150 gründet Hildegard am Rupertsberg das gleichnamige und eigenständige Kloster.

1151 - 1158 schreibt Hildegard zwei weitere Werke: "Physica - Heilkraft der Natur" und "Causae et Curae - Ursachen und Behandlung von Krankheiten".

1163 entsteht "Liber Divinorum Operum - Welt und Mensch", das Buch vom Wirken Gottes.

1164 gründet Hildegard auf der anderen Seite des Rheins bei Rüdesheim das Kloster Eibingen.

1178 Sie lässt einen exkommunizierten Adeligen auf dem Kirchenfriedhof beerdigen. Daraufhin wird das "Interdikt" - Verbot kirchlicher Amtshandlungen. über das Kloster verhängt.

1179 Am Anfag dieses Jahres wird das Interdikt schließlich wieder aufgehoben.

Am 17. September stirbt Hildegard. An ihrem Todestag ist Berichten zufolge ein großes helles Kreuz am Himmel erschienen